berichte in der presse
Hier finden Sie einige ausgewählt Meldungen aus der Presse zu Birgit Bachmann und ihren Werken.
Diese Bilder locken die Finger und die Augen
Birgit Bachmann zeigt ihre «dislocationen».
«Dislocationen», das meint Verlagerungen, Verschiebungen, Verdrehungen, Versetzungen oder Verlegungen. Und so nennt die gebürtige Osttirolerin Birgit Bachmann, die seit Jahren in Gmünd einen fixeren Bezugspunkt gefunden hat, ihre Bilder aus den letzten beiden Jahren. Mehrheitlich großformatige Monotypien, mehrfarbige Holzschnitte, deren Ölfarbe noch zu riechen ist. Im Reduktionsverfahren hergestellt, was heißt, dass die einzelnen Kolorierungen nach und nach aus einem Druckstock geschnitten werden, bis nur mehr die Form für die zuletzt benutzte Farbe übrig bleibt.
Ergebnis. Es ist Bachmanns eigenwilliges Unterfangen, «graphische Elemente in den malerischen Raum mit bildhauerischen Mitteln einzubringen». Das Ergebnis: Eine reliefartige Oberfläche animiert zum Nachspüren der flüssigen Liniensprache mit den Fingern. Das Auge bedienen die weichen Farben. Beim Verfolgen der graphischen Elemente ist es durchaus möglich, sich disloziert wieder zu finden. Oder sich in die literarischen Texturen der Künstlerin versetzt zu wähnen. Allemal erlebenswert.
Willi Rainer
Die Kunst vermittelt zwischen Gegnern
Ambitionierte Euro-Kunst in Feldkirchen.
Wer sich nicht nur für die fußballerische Kreativität, sondern auch das künstlerische Potenzial unserer EM-Gegner interessiert, sollte bis 27. Juni die Tiebelstadt besuchen. Dort präsentieren sich derzeit in drei öffentlichen Gebäuden zwölf junge Künstler und Künstlerinnen aus Deutschland, Kroatien und Polen und geben mit über 100 Werken Einblick in die jeweilige Kunstszene ihres Landes.
Was Organisator Johann Erbler vom «kultur-forum-amthof» als völkerverbindenden «Austausch der Wahrnehmungen» bezeichnet, wird an einzelnen Spieltagen durch «Live-Kunst-Events» verstärkt. Während Birgit Bachmann bereits beim ersten Klagenfurter EM-Match den «Live-Druck» eines Originalholzschnittes vorführte, schnitzte Franz Leeb zuletzt coram publico – die Kunstaktion wurde mittels Flash-Einblendungen in den Public Viewing-Bereich übertragen – eine Holzskulptur. Den Abschluss bildet am 16. Juni (20 Uhr) Edwin Wiegeles «blind drawing in a black box».
Die Ausstellung «Kunsthäuser 2008» – zu sehen im Amthof, in der Fachhochschule und im «Lebensraum am Hauptplatz» – wird in mehreren Sprachen präsentiert und soll schließlich in einen Katalog Eingang finden.
«Kunsthäuser 2008». Bis 27.Juni, täglich von 15 bis 19 Uhr; Nähere Infos:
www.kultur-forum-amthof.at, oder 0676/7192250
Metallverarbeiter.
Ebenfalls beim Entstehungsprozess von Kunstwerken beobachten lässt sich der in Gmünd niedergelassene Plastiker Fritz Russ. Er verarbeitet unbrauchbar gewordene Metallteile zu Figuren, die in einem eigenen Park vor seinem Atelier frei zugänglich sind.
Beeindruckend auch das offene Atelier der in der Stadt heimisch gewordenen Künstlerin Birgit Bachmann im Kunst- und Handwerkshaus, wo sie ihre aufwändigen, mehrfarbigen Holzschnitte herstellt. Biomorphe Formen mit der Leichtigkeit ihres Selbstverständnisses und hohem spezifischem Gewicht. Im Nebenraum schafft Karmen Melocco aus Slowenien textile Kunst und ihr Mann Peter Melocco Schmuckstücke.
Kleine Zeitung
Ferdinand Rüf und Birgit Bachmann
Kulturverein Bahnhof (20.02.04 – 30.12.08) Bahnhof Andelsbuch, Andelsbuch
Ausstellung – Archiv
Dem Thema Archiv nähern sich die Kärntner Künstlerin Birgit Bachmann und der Vorarlberger Künstler Ferdinand Rüf in einer gemeinsamen Ausstellung im Bahnhof in Andelsbuch. Während Rüf mit seinem Skulpturen eine Archivierung angesammelter Objekte präsentiert, macht Bachmann in ihren Arbeiten ein inneres Archiv, subjektive Schichtungen, sichtbar.
Mein Archiv ist ein inneres Archiv – subjektiv wahrgenommen und erst im Nachhinein als solches gefasst. Nicht aufgehobene sondern im Anschluss – an das Geschehene nachvollzogene sehr subjektive Schichtungen. Um das innere Archiv nach außen sichtbar zu machen – und vielleicht auch lesbar.
Ein Archiv ist ein wohldurchdachter Raum – mit einer inneren Ordnung - der gewissen Prinzipien unterliegt – um auch folgenden Generationen – die Klarheit des Wiederfindens zu ermöglichen – es ist ein System mit Nummern und Buchstaben, die einer vorgegebene Ordnung unterliegt.
(Birgit Bachmann)
Thema Archiv:
Sobald etwas, ein Gegenstand, eine Erinnerung, aufgehoben, auf die Seite gelegt oder aufbewahrt wird, wird es Teil eines Archivs, sei es auch nur temporär.
Ein Archiv ist ein Lager mit einer bestimmten, klar definierten Ordnung. In einem Archiv wird etwas abgelegt - zum Aufbewahren und auch zum Vergessen. Vieles wird durch diese Ordnung gekürzt, reduziert, um es wiederzufinden aber auch verfärbt. (Ferdinand Rüf)
Dauer der Ausstellung: 19. August 2007 – 01. September 2007
Öffnungszeiten:
Mittwoch und Samstag 19:00 – 20:00 Uhr
Sonntag, 10:00 – 11:30 Uhr, 19:00 – 20:00 Uhr
und nach Vereinbarung: (0664/2507789)